Es ist ein lauer Sommertag. Die Ferien haben angefangen und er sitzt dort unten am Hafen, sieht den Schiffen zu und fragt sich ‘Soll ich verreisen, vielleicht nach Dresden?’. Aber den Gedanken verwirft er schnell wieder, denn er hätte bestimmt kein Glück im Osten. Christiane, das Mädchen vom C.V.j.M. lebt dort. Er erinnert sich zurück und hört sich selbst noch enttäuscht sagen „Ein Fremder in deiner Wohnung.“ Es war wahrscheinlich der Winter. Sie beide waren viel zu glücklich, um es lange zubleiben. Und nun? Sie lebt jetzt in Dresden. Und er sitzt an der Elbe…fängt an zu lachen…‘Was macht eigentlich Miss Juni im Dezember?’. Er hält sich mit einer Hand den Bauch, die andere bewahrt ihn davor, in die Elbe zu stürzen.
Sein Freund, ein romantischer Narr, kommt und setzt sich neben ihn. „Soll ich verreisen?“, fragt er seinen Freund. Der lässt seinen Blick über den Hafen schweifen und sagt einfach nur: „Ich hab Stress mit Katrin.“ Er schaut ihn fragend an und sein Freund fährt fort „Es ist Sommer! Und Katrin hat nichts besseres zu tun, als den ganzen Tag vor der Glotze zu hocken! Ich hab ihr das auch schon gesagt ‘Nur noch Fernsehen mit deiner Schwester!’ - Seitdem ihre Schwester wieder da ist, hocken die beiden nur noch zusammen. Die soll lieber mal für ihren Abschluss lernen!“ Sein Freund ist stinksauer, fühlt sich wie ein brennender Junge, hebt die Arme in die Luft und brüllt in den Hafen: „Judith, mach deinen Abschluss!!!“. Einige Möwen später senkt er den Kopf und denkt sich ‘Ich kann dich nicht kriegen, Katrin.’ „Ich habe ihr sogar vorgeschlagen, dass wir in den Ferien ja zusammen eine Fahrt nach Italien machen könnten, um ein paar romantische Tage und Nächte zu verbringen.” “Und, was hat sie geantwortet?“, fragt er seinen Freund. „’Ich wollte eigentlich nach Hannover… eine Freundin besuchen. Bist du dabei?’ Das hat sie geantwortet. Hannover! Eigentlich wollte ich nicht nach Hannover hin.” Als er das sagt, ahmt er Katrin affig nach „Wir sind halt doch nur gut im Bett – leider nirgendwo sonst und obendrein noch zweimal zweite Wahl!“. Sein Freund tut ihm leid und er gibt ihm zwei teilnahmsvolle Klopfer auf die Schulter „Wir sind die Verlassenen.“ „Ja, wir werden uns noch umsehen.“
Sie stehen auf und gehen ein Stück. „Soll ich jetzt nun wegfahren? Schließlich sind Sommerferien.“ Sein Freund schüttelt den Kopf „Schluss mit dem Quatsch! Bleib zu Hause im Sommer!“, dabei streckt er den Arm aus und schwenkt ihn, als wäre er Reiseleiter und müsse seinem Freund zur rechten den Hamburger Hafen demonstrieren. Sie grinsen sich an, fangen an zu laufen und singen laut „Ooooohhhh St. Pauliiiiii!“.
15.7.2009 bei 11:05
sehr schöne geschichte. wird bernd bestimmt gefallen
und das neue theme is auch schick!
17.7.2009 bei 10:41
nächstes mal gehen wir auf die bühne und lesen die vor, dabei trällerst du die lieder, wenn sie an der reihe sind- natürlich mit dem bernd zsammen. oder lieber doch nicht, vielleicht kriegen wir dann konzert-verbot und dann gibts nieeeee einen grillen und chillen mit bernd über den dächern von hamburg…
22.7.2009 bei 09:51
der is dazu eh viel zu schüchtern
22.7.2009 bei 10:24
Toll,
wenn man nur den BOLD text liest dann klingt es wie so ein Poetry Slam
8.9.2009 bei 22:20
Wozu der Hafen doch alles gut ist, der inspiriert einen doch jedesmal aufs neue oder löst Probleme oder tröstet oder oder oder… Bin jedenfalls sehr froh, dass ich in der Nähe des Wassers wohne und jederezeit dorthin fahren kann. Nette Story, ist so oder so ähnlich sicherlich schon einigen Menschen passiert.
11.9.2009 bei 10:23
Ja die Geschichte ist wirklich nicht schlecht, aber wer nicht in der Nähe wohnt der kann das alles meistens gar nicht so nachvollziehen.