Liebes Tagebuch,
vom 22.09. bis zum 01.10. war ich mit Andosch auf Mallorca!

Bilder gibts hier: Foddos guckn!
Tag 1, Mi. 22.09.
3 Uhr morgens: Transfer zum Flughafen Hannover, Flug um ca. 5 Uhr. Beim Landen auf Mallorca: Blick aus dem Flugzeug rechts Mond & Nacht, links Sonnenaufgang. Auto am Flughafen in Palma abgeholt. Ganz schön viele Schrammen! Fahrt nach Andratx zur Finca. Wir parken eine Etage weiter unten im Dorf, da Gassen zu eng. Empfang von Vermieterin & Hund. Sie zeigt uns die Finca, wir begrüßen Gekko, der auf der Treppenstufe haust und bis zum Ende des Urlaubs auch dort bleibt. Da Mittwoch ist, gehen wir nach dem Auspacken der Koffer gleich auf den Markt runter ins Dorf. Unsere ersten Wörter spanisch: “Dos Coca Colas”. Wir finden später einen Eroski-Supermarkt und decken uns erst einmal mit allen wichtigen Dingen ein: Oliven, Butter (die engl. Butter soll 3,80€ kosten, die spanische dagegen nur 0,89€), Tomaten, Gurke, Eier, leckeren Käse, San Miguel, Chorizo, etc. Die Dame an der Kasse fragt uns irgendwas auf spanisch zu den Plastiktüten und wir verstehen erst später, was sie überhaupt will. Es gibt auch einen deutschen Supermarkt, den verschmähen wir!
Das Dorf ist schön: kleine Gassen, rechts vor links oder man weiß es nicht, stromernde Katzen,…
Wir essen auf der Terasse mit Blick auf Andratx und den Hafen von Andratx bei gefühlten 25°. Schlaf nachholen. Danach ab nach Port d’Andratx in die zweite Reihe zur Restaurant-Suche. Wir finden das Rustico mit seinem gemütlichen Hinterhof und bestellen sogar 2x Tappas, die verdammt lecker waren:
Kalbscarpaccio in Thunfischsoße, gebratene Kartoffeln in Ajoli, Entenbruststreifen mit Wasabisoße, Frühlingsrollen mit mallorquinischer Wurst & Honig, gebratene Paprikaschoten mit Meersalz, Machenta- Käse, 5 Jahre alter Parmesan, Chistorra, Carpaccio vom Seewolf, Chorizo. Dazu eine Flasche Wasser und zwei Gläser Weißwein.Vorab Oliven und Brot.
Wieder zurück in der Finca auf der Terasse in Andratx - Absacker: San Miguel und grandioser Blick auf den Hafen bei Nacht.
2. Tag, Do. 23.9.
Schwesterlein zum Geburtstag gratuliert. Frühstücken und Chillen auf der Terasse. Dann ab ins Auto nach Banyalbufar. Wir schauen uns das Örtchen an und fühlen uns wie Bergsteiger, weil wir Wege mit gefühlter Steigung von 45° gehen. Wir finden ein kleines Restaurant, das uns sehr sympathisch ist. Klein und rustikal, auf der Karte bietet das “Pepino” Tappas an, können aber nicht sagen, welche, da man es vorher noch nicht weiß. Leider war das “Pepino”zu der Zeit geschlossen und wir sind später nicht mehr zur richtigen Zeit dort gewesen. Weiter nach Sant Elm,von wo aus man einen tollen Blick auf die kleine Insel Sa Dragonera hat. Die Fahrt in den Bergen war das absolute Abendteuer. Klippen, zu enge Straßen, kurvig und fantastische Aussicht auf das Meer. Ab und an mal Druck auf den Ohren, da Steigung und Gefälle. Zurück nach Andratx, fertig machen zur Restaurant-Suche in Andratx selbst.
Wir gehen zur Plaza de Espana und essen im La Plaza - einem italienischen Restaurant: Geheimnisse vom Schwein, Parpadelle (Bandnudeln) mit Shrimps und Spinat. Den Weißwein hab ich sogar auf Spanisch bestellt! Bevor wir in das La Plaza sind, wollten wir eigentlich in ein anderes Restaurant, das aber ausnahmslos ohne Reservierungs-Schildern belegt war. Am Abend hat es geregnet, daher sind wir zurück in die Finca, Gekko guten Abend sagen.
3. Tag, Fr. 24.9.
Wir sind nach Sóller gefahren, von wo aus die Tren de Sóller 20 Min. nach Port de Sóller fährt. Eine sehr schöne Fahrt, bei der die Landschaft an einem vorbeirauscht - in Sóller selbst rauscht sie übrigens auch durch die Ortsmitte, die voller Cafés ist, also knapp an den Gästen vorbei mit etwas weniger Rauschen. Nach einem Tag im schönen Port de Sóller,fahren wir mit der Tren wieder zurück nach Sóller. Als wir zum Parkplatz kommen, sehen wir einen Polizisten, der Strafzettel auf dem Parkplatz verteilt. Wir haben auch einen.
In Andratx suchen wir wieder nach einem Restaurant. Wir finden ein Restaurant, das den Abend gerade neu eröffnet und setzen uns. Der Besitzer oder Kellner klärt uns auf, dass die Pizza aus ist. Wir sagen, dass wir aber Hunger hätten und gerne etwas essen würden, woraufhin er uns “irgendetwas aus der Küche” anbietet. Wir bekommen wie alle anderen auch, die nicht unbedingt ihre eigene Cola mitgebracht haben, einen Plastikbecher Sangria und noch etwas später eine Untertasse belegt mit Penne al arabiata und eine Kuchengabel. Wir nehmen es einfach als Vorspeise, brauchen nichts bezahlen und landen wenig später in einer Bar mit Restaurant im Hinterhof.
Ich bestelle “Dos Pere Sedas” und die Kellnerin/ Besitzerin schaut mich etwas merkwürdig an und erklärt mir, dass ich gerade zwei Flaschen Rotwein bestellt habe. Also nehmen wir letztendlich nur eine Flasche Pere Seda. Ich überlege, ob ich den nächsten Tag hingehe und einfach sage: “Lo silento, ich weiß auch nicht, was letzten Abend in mich conduir ist.” Ich verwerfe den Gedanken wieder.
Es ist schon spät und auf dem Heimweg finden wir eine spanische Bar, in der wir noch ein San Miguel trinken wollen. Schlussendlich sind wir um 3 Uhr morgens wieder aus der Bar, haben mit Pedro, Jose und Carlos Billard gespielt und uns mit Händen und Füßen zwischendurch unterhalten. Ich weiß nicht mehr, wie die 3 wirklich hießen, einer Rahel und die anderen beiden ???. Wir verabreden uns für den nächsten Abend mit einem zum Billard, aber wir werden nicht hingehen, da wir den nächsten Tag unterwegs sind. Es ist eine schöne andratxe Nacht mit Vollmond.
4.Tag, Sa. 25.9.
Aufstehen um 11 Uhr. Eroski hat von 9:14 bis 21:14 Uhr geöffnet und man darf den Supermarkt weder barfuß noch mit freiem Oberkörper betreten. Wir wissen Bescheid und nehmen uns vor Abends einkaufen zu fahren. Wir kreiseln bei Ses Salinas nach Sa Rápita, besuchen Colónia Sant Jordi und schwimmen dort im Meer am Strand Playa es Dolc. Der Strand ist nur zu Fuß erreichbar. In einem Restaurant essen wir vorher 400g gegrillte Gambas und Hock versorgt uns mit den wichtigsten News: Zwischenstand zur Halbzeit FCS gegen Regensburg 2:0. Der Kellner schenkt uns zwei Zigaretten, die Tabaccoläden haben nicht geöffnet und machen noch Siesta. Der Strand ist super. Türkisblaues Wasser, weißer feiner Sand, Felsen, Bäume hinterm Strand.
Anschließend machen wir einen Abstecher nach S’Arenal, zum Ballermann 6. Beim Aussteigen aus dem Auto begrüßen mich auch schon zwei Kondome, wir sind also richtig und auf der Suche nach Pommes Frites. Am Ballermann würden sie zu lang dauern und Burger King hatte auch keine vorbereitet. Also ab nach Andratx, wir müssen vor 21:14 Uhr noch im Eroski sein. Der Kilometerstand ist mittlerweile bei über 500km.
Im Eroski finden wir den Wein Pere Seda wieder und zahlen für eine Flasche dieses Mal nicht 14,50€ sondern ca. 6€. Wir finden einen geeigneten Parkplatz, was sich manchmal als sehr schwierig erwies und räumen später unseren Einkauf ein. Essen auf Terasse: Salat, Pere Seda, Baguette.
5. Tag, So. 26.9.
Heute ist Chillen angesagt: viel Lesen, den Garten für Muddi fotografieren, später Grill-Fiesta mit gekauften leckeren Chistorra und Chorizo, Salat und Schweinesteak im Garten.
6. Tag, Mo. 27.9.
Heute ist noch mal Chill-Tag: Ausschlafen, auskatern, Lesen, Schmakofatzen und die Sonne genießen.
7. Tag, Di. 28.9.
Heute nach Alcúdia und Port d’Alcúdia. In Port d’Alcúdia gibt es eine sehr schöne Bucht mit glasklarem Wasser, Strand kaum absteigen. Wir sind lange Zeit einfach in der Sonne im Meer spazieren gegangen und immer wieder Fischschwärmen begegnet, die sich dann aber doch nicht fangen ließen. Abends haben wir zu Hause gekocht: Bratkartoffeln mit Steaks und Salat, danach saumäßig leckeren Käse, Oliven, Baguette und Wein. 2. Gekko kurz auf dem Balkon gesichtet. Im Eroski haben wir das Plastiktüten-Geheimnis grandios gemeistert und uns wie richtige Spanier benommen, als wären wir als Katalanen auf die Welt gekommen- alles kein Problem, klar verstehen wir alles!
8.Tag, Mi. 29.9.
Wir sind früh aufgestanden. Ab in die Inselmitte nach Sineu, wo jeden Mittwoch der älteste Bauernmarkt der Insel stattfindet. Riesengroß und mehr als 700 Jahren alt! Hier wird um Federvieh gefeilscht, man kann sich mit Kleidung, Schmuck, Antiquitäten, Malereien, Obst, Gemüse, Fleisch und Käse eindecken und muss dabei aufpassen, den Ziegen nicht auf die Hufen zu treten.
Weiter nach Sant Joan. Hier gibt es das Finca Museum Els Calderés, das wir uns nur kurz vom Auto aus angeschaut haben, aber immerhin gefunden. In Portocolom (Hafen von Felanitx) schauen wir uns bemalte Bootsgaragen an, ich nehme 4 Muscheln mit und entdecke in kleinen Stein-Spalten ganze Horden von Schnecken, die im Wasser leben.
Wir fahren weiter nach Cala Figuera. Auf dem Weg dorthin soll es drei blumen-geschmückte Dörfer geben: S’Horta, Calonge und S’Alquería Blanca- keines der drei Dörfer hat irgendwo Blumen.
In Cala Figuera essen wir ein Eis, weil es für sein Eis bekannt sein soll. Die Sonne knallt, wir finden an einem Haus eine Hamburger Flagge. In Cala Figuera sind wir auf Felsen rumgeklettert, haben im Hafen einen Oktopus gesichtet, der seine Tentakeln aber wieder eingefahren hatte, bevor ich die Kamera zücken konnte. Ich habe mir von kleinen Fischen, die überall auch am Rand des Hafens schwammen, in den Finger zwicken lassen. Die kleinen Dinger, die einem die Finger putzen, wurden auch gesichtet. Den Oktopus habe ich übrigens nicht mehr finden können. Dafür einen kleinen Krebs in einer Felsenspalte.
Wir wollen weiter nach Es Trenc, dem schönsten Strand der Insel. Vorher fahren wir an den Salzbergen vorbei (Salines de Llevant) und decken uns mit verschiedenen Flor de Sal- Varianten (z.B. Hibiskus oder Olive), Olivenöl aus Sóller und Chips ein.
Am Strand Es Trenc angekommen, laufen wir ins Meer! Wellen, salziges, klares, türkis bis hellblaues Wasser, weißer feiner Sand.
Abends gehen wir wieder in Port dAndratx im Rustico essen: Rindermedaillons mit Mandel- Parmesan-Rucula- Pesto, dazu Pommes mit gegrillten Auberginenscheiben, gegrillte Tomate und Paprika. Als Vorspeise haben wir einfach die Käseplatte-Tappas genommen, dazu wie immer Brot, Wein und Oliven. Die Hibiskusblüten sind ab und an auf den Tisch gefallen und ich habe sie mir einfach in die Haare gesteckt.
9.Tag, Do. 30.9.
Frühstücken auf der Terasse. Anschließend mit der Vermieterin schnaggn wegen der Schlüsselübergabe. Es ist unser letzter kompletter Tag auf Mallorca und wir haben absolut kein Heimweh. Wir schauen bei der Vermieterin noch nach ihrem Postausgang im Mail-Programm, haben es aber auch nicht zum Laufen gebracht.
Heute fahren wir nach Palma. Wir bummeln durch die Einkaufsstraßen und schauen uns die riesengroße Kathedrale von außen an, schlendern am Hafen entlang, der voll mit Schiffen ist, mal größer, mal kleiner und dann noch die Aida und diverse andere Liner, die aussehen, als ob sie mehrere Hektar groß sind. Etwas sehr weit hinten am Hafen sind wir gelandet, daher nehmen wir ein Taxi zurück zur Place d’Espana. Taxi fahren in Palma ist auch eine Erfahrung. Zurück nach Andratx fahren wir über Landstraßen und wieder durch die Berge. Am Tag zuvor mussten wir tanken. Wir sind bis dahin über 900 Kilometer gefahren!
Wieder in der Finca angekommen, packen wir schon mal die Koffer, wollen aber noch Essen gehen. Wir gehen in das Restaurant in Andratx, in dem ich anfangs aus Versehen beinahe zwei Flaschen vino tinto Pere Sedas bestellt habe. Die Kellnerin/ Besitzerin erinnert sich und fragt mit einem Lächeln, ob es dieses Mal wirklich nur eine Flasche und nicht zwei sein sollen. Wir essen eine grandiose Paella, hinter der ich schon die ganze Zeit her war, sie nur noch nicht zur Zufriedenheit gefunden habe, in manchen Touristenorten weiß man eben nicht, ob sie wirklich gut ist. Auf den Tellern pranken Muscheln, Reis, Bohnen, Erbsen, Krebsbeine und Paprika.
Wir bestellen noch einen Brandy und gehen dann heim.
10. Tag, Fr. 1.10.
Der Wecker klingelt um 5 Uhr und wünschen Gekko wie jeden Tag einen guten Morgen. Wir müssen los, Auto am Flughafen abgeben (am Spiegel wurde übrigens eine Abdeckung abgefahren). Wir fliegen mit etwas Verspätung zurück nach Hannover…