Warum nicht 2x spontan nach Amsterdam fahren? Am 2.3. war es wieder soweit. Nachdem Andosch und ich den Abend zuvor eine nette Bleibe gebucht haben, packten wir den nächsten Tag die Taschen und hatten Rückenwind! Da wir letztes Jahr um fast dieselbe Zeit auch schon in Amsterdam waren, fühlten wir uns beinahe heimisch und freuten uns auf ein paar chillige Tage.
Unsere Bleibe - das B&B La Festa - liegt direkt im schönen Studenten- und Künstlerviertel Jordaan. Dem Besitzer gehört gleichzeitig das darunter liegende, kleine aber feine italienische Restaurant, obwohl er schätzungsweise kein Italiener ist. Aber was solls, trotzdem lecker, gemütlich und sehr freundlich ist er obendrein auch noch. Also alles gut.
Dieses Mal waren wir sogar in der Amsterdam Arena und haben uns das Spiel Ajax Amsterdam - Waalwijk angschaut (Dutch Cup-Halbfinale). In der Arena darf man auf seinen Plätzen nicht rauchen, Bier gabs, um unsere Karten mussten wir an bestimmt 5 Stationen rund ums Stadion kämpfen, aber letztendlich haben wir die Karten mit Verspätung bekommen und die Amsterdamer haben am Schluss 5:1 gewonnen!
Die Fahrt zum Stadion war im Übrigen auch sehr lustig: Nachdem wir wussten, wo unsere Tram fährt, die uns zum Bahnhof bringt, sind wir dorthin. Tram kommt, Smaelo und Andosch wollten durch die Ausgangstür in die Tram einsteigen, was natürlich nicht ging. Ich bin dann nach vorne zum Fahrer, um Tickets zu kaufen und zu fragen, ob diese dann bei Umstieg noch gültig sind. Alles fein, zwei Tickets in der Hand, Bahn fuhr schon, bloß Andosch nicht drin! Ich habe zunächst gedacht, dass Andosch mich veräppeln will und sich in der Bahn versteckt - mit entsprechend blödem Grinsen bin ich dann auch durch die ganze Bahn und habe zusätzlich noch schön quer durch die Bahn gerufen “Meeeeiisäääl- wo biste dääänn?” Ums kurz zu machen: Handy klingelt, Andosch dran: “Wo biste denn?”. Und ich renn wie ein Vollhonk durch die Bahn…
Also wieder aus der Tram, meine zweite Hälfte einsammeln und ab in die nächste Bahn. Hatte mich vergessen aus der Tram “auszuloggen”, die Tickets waren also nun ungültig. Da wir aber zwei hilflose Ausländer im großen, weiten Amsterdam waren, hat uns der Bahnfahrer das nicht übel genommen und wir durften mitfahren.
Am Bahnhof mussten wir umsteigen. Dort hätten wir die Metro nehmen müssen, da unsere Tickets nun ungültig waren und es meterhohe Schranken zur Metro gab, mussten wir zwei neue Tickets kaufen. Die beiden Tickets sahen dann plötzlich anders aus und waren leider nicht gültig für die Metro. Aber kein Problem- es fährt ja noch ein Zug auf Gate 4b. Dort hingehetzt. Auf der Anzeigetafel an Gate 4b fuhr dann irgendwie nichts, was wir hätten gebrauchen können. Wir hatten uns in dem Moment schon fast für ein Taxi entschieden, ich mein blödes Ticket zerknüllt und in den Mülleimer geworfen, bis Andosch dann auffiel, dass der IC auf Gate 5 zur Amsterdam Arena fuhr. Ich also im Müll rumgewühlt, bis ich mein zerknülltes Ticket wieder hatte und ca. eine halbe Stunde später waren wir dann endlich am Stadion. Was für ein Abend!Zumindest kann ich jetzt behaupten, dass ich schon mal ganz dreckig im Amsterdamer Bahnhof im Mülleimer gewühlt habe!
Die Tage waren wir auch im Bontanischen Garten von Amsterdam, waren wieder auf dem großen Albert-Cuyp Markt und haben dort Blumen, ganz viel Käse und Schokolade gekauft, den Bloemenmarkt haben wir besucht und ein paar Tulpenzwiebeln für die liebe Mama gekauft.
Zwischenzeitig hatten wir das kleine spanische Restaurant A la Plancha entdeckt. Das Essen war gut, der Laden nach und nach bis an die Decke voll mit Leuten. Leider war der Service dann auch dementsprechend: Wir wurden die ganze Zeit vergessen und das Zahlen war dann auch nicht so einfach, davon einmal abgesehen, dass er uns wahrscheinlich voll übers Ohr gehauen hat. Egal,nächstes Mal gehts an die Theke direkt zu den Tappas - Insidertipp? Danach brauchten wir erstmal ein leckeres Amstel-Bier. Im Jordaan-Eck haben wir Eddi, den Kneipier kennengelernt. Eddi ist gefühlte 2 m groß und genauso breit, schwarz, hat gleich 2 Frauen und liebt Nürnberger Bratwürschte. Ein sehr netter Kerl und die Kneipe ist genauso nett.
Mein Niederländisch habe ich auch gleich mal getestet:
- an einem Fischstand-
Smaelo: “Mag ick twee paling broodje.”
Verkäufer: “ß%&=()(/&$$§”§$%/ ?”
Smaelo (geknickt): “Sorry, I don’t speak netherlands.”
Verkäufer (genervt): “Mit Schwarz- oder Weißbrot?”
Soviel dazu, ich spreche einfach zu Deutsch. Ich denke ich muss dann weiterlernen. Für zwei Aalbrötchen reichts noch nicht
Hier ein paar Eindrücke.
eine der vielen Grachten
Hausboote
mein Favorit
Steg
im Botanischen Garten, 2 Schmetterlinge
und “die Alte” im Kakteen-Haus
Bloomenmarkt - was für ein Paradies für Buddler!
Dutch-Cup: Ajax Amsterdam - Waalwijk (5:1)
Amsterdam Arena bei Nacht